SPD mit Grußwort bei IGBCE-Veranstaltung

Stadtverband

Insgesamt 74 Gewerkschafter in der IGBCE standen am Sonntag zur Ehrung für ihre langjährige Mitgliedschaft an. Darunter mit Sabine Molke und Ursula Steltenkamp auch zwei Frauen. Sie sind seit 40 Jahren Gewerkschafterinnen. Nicht alle Jubilare konnten an der Ehrung teilnehmen.

Dies galt auch für Bürgermeister Dr. Alexander Berger, der im Urlaub weilt. Er überließ das Grußwort von Rat und Verwaltung seinem Stellvertreter, dem letzten Betriebsratsvorsitzenden auf dem Bergwerk Westfalen Karl-Heinz Meiwes.

Der Vorsitzende der IGBCE-Ortsgruppe Marc Senne begrüßte zahlreiche Ehrengäste. Darunter war auch der Betriebsratsvorsitzende von „LR“ Uwe Szesny. Man habe ein gutes Verhältnis und er sei zuversichtlich, in 25 Jahren auch die ersten IGBCE-Jubilare von „LR“ begrüßt werden können.

Außerdem machte Senne auf das Erholungswerk „Heinrich Imbusch“ in Königswinter aufmerksam. Gerade sei eine Gruppe aus Ahlen dort gewesen. Das Erholungswerk war durch seinen Vorsitzenden Frank Zielinski vertreten. Marc Senne warb dafür, dieses Freizeitangebot der IGBCE zu nutzen.

In seinem Grußwort zeigte Karl-Heinz Meiwes auf, dass die Gewerkschaft der Bergleute auch nach der Zechenschließung noch Bedeutung für die Wersestadt habe. Der stellvertretenden Bürgermeister hielt fest: „Mit der Schließung des Bergwerks sind zwar ein wichtiger Wirtschaftszweig und viele Arbeitsplätze verloren gegangen. Aber Dank einer starken Mitbestimmung und der IGBCE ist es gelungen, die Auswirkungen sozialverträglich zu gestalten.“ Dies sei nur möglich gewesen, und auch den Jubilaren zu verdanken, welche ihre Gewerkschaft nicht nur als Beitragszahler unterstützt hätten.

Dafür gelte es Dank zu sagen, schließlich sei niemand ins Bergfreie gefallen und die Wohnungen seien nicht an einen Immobilienhai gegangen. Meiwes freute, dass dieses Gelände von der Bevölkerung als Freizeitraum genutzt werde. Erleichtert stellte er fest: „Viele Betriebe haben sich dort angesiedelt und neue Arbeitsplätze sind entstanden.“ Wenn auch nicht so viele, wie es auf dem Bergwerk gab.

Ausdrücklich hielt Karl-Heinz Meiwes fest. „Gewerkschaften sind ein wesentlicher Teil einer lebendigen Demokratie.“ Daher gelte auch: „Tatkräftige Ge-werkschafterinnen und Gewerkschafter sind verantwortungsvolle Bürger unseres Landes.“

Marc Senne begrüßte die Wiederannäherung von Gewerkschaften und SPD. Daher habe man Steven Scholle, den Ahlener SPD-Chef, als Festredner eingeladen. Dieser meinte: „Es war ein Fehler, uns von einander entfernt zu haben.“ Es sei glücklicherweise kein Totalschaden entstanden. Es gelte, Seite an Seite zu streiten. Er erinnerte daran, dass sich die SPD mit dem Godesberger Pro¬gramm 1959 von einer Klassenpartei zu einer Volkspartei gewandelt habe. Das sei richtig gewesen. Doch für die Gegenwart gelte: „Wir haben unser linkes Profil verloren.“

Wichtige Verbündete für neue Neuausrichtung der Partei sah er in den Gewerkschaften. Dabei verwies er auf gemeinsame Erfolge in der Ver¬gangenheit. Als „Sündenfall der Sozialdemokratie“ bezeichnete Steven Schol¬le die Agenda 2010. Der Festredner: „Mit der Agenda hat die SPD den gemeinsamen Weg mit den Gewerkschaften verlassen.“ Für die Festrede bedankte sich Marc Senne bei Steven Scholle mit einer Grafik.

 
 

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