Steuerzahler hat Recht auf Infos zum Tierschutzverein! - ein Kommentar von Ulrich Westhues

Ortsverein

Ulrich Westhues, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Ahlen-Vorhelm, nimmt Stellung zum geplanten Öffentlichkeitsausschluss bei der Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Tönnishäuschen, der in der Vergangenheit durch angebliche bau-, tierschutz- und brandschutzrechtliche Verletzungen im Tierheim in die Schlagzeilen geriet:

"Zu den in den letzten Tagen veröffentlichen Artikeln und Leserbriefen möchte ich wie folgt Stellung beziehen:

Sehr geehrte Frau Grinsch, bis zum heutigen Tage habe ich mich aus der öffentlichen Meinungsbildung relativ herausgehalten, da ich weder dem Tierschutzverein noch den Aktivitäten des Herrn Gisbert Hiller nebst seiner Mitstreiter Unrecht tun wollte. Zudem ist es nicht Aufgabe der Politik, sich in vereinsinterne Dinge einzumischen, soweit es sich nicht um öffentliche Belange handelt.

Doch nun stellt sich für mich die Frage, wie Sie eine Mitgliederversammlung am 07. Mai 2013 im Wersehof abhalten können und die Öffentlichkeit ausschließen.

Frau Grinsch, wie Sie als erste Vorsitzende des Tierschutzvereins wissen, habe ich - und auch meine Fraktion - seit Jahren (offiziell ab Januar 2010) versucht, Ihnen mit meinen bzw. unseren stetig öffentlichen Anfragen und Hilfestellungen im Ortsausschuss Vorhelm und im Ausschuss für Bauen, Umwelt und öffentliche Einrichtungen Rechnung zu tragen. Daraus hat unser Bürgermeister Herr Ruhmöller einen Teilerfolg mit seinen Bürgermeisterkollegen erzielt, sodass Ihnen aktuell pro Fund-Tier aus öffentlichen Mitteln der betroffenen Städte Gelder gezahlt werden. Zudem erhalten Sie von der Stadt Ahlen jährlich einen Betrag von rund 5000 Euro, die den freiwilligen Leistungen aus dem Haushalt der Stadt Ahlen entstammen.

Bis heute fehlt jedoch noch ein mehrfach von mir öffentlich eingefordertes Sanierungskonzept für das Tierheimgelände.

Deshalb kann ich es nicht mehr verstehen und gut heißen, dass Sie in dieser Zeit des Widerstandes (ua. aktuelle Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft Münster, Medienberichten etc.) gegen Sie, das Tierheim und Ihre Mitstreiter im Vorstand die Öffentlichkeit ausschließen. Hier hätten Sie die Möglichkeit, zu den gegen Sie gerichteten Vorwürfen konkret und nachweislich und allgemein zugänglich Stellung zu beziehen und sich den Fragen der Allgemeinheit zu stellen und über die Verwendung – nicht nur über die Spendengelder – Rechnung zu legen.

Da es sich bei den Geldern um Steuergelder handelt, ist es meiner Meinung nach Ihre Pflicht, die Steuerzahler über die Verwendung der Zuwendungen hinreichend und öffentlich einsehbar über die jeweiligen Kassenberichte Auskunft zu geben (Hinweis: hier handelt es sich zudem noch um einen steuerlich anerkannten „gemeinnützigen Verein“).

Die Angst vor Unterwanderung von Herrn Hiller und seiner Unterstützer finde ich hier ziemlich weit hergeholt. Wovor haben Sie denn Angst? Kampagne? Wenn die gegen Sie erhobenen Vorwürfe jeglicher Grundlage fehlen, dann können Sie doch getrost dies öffentlich in der Sitzung widerlegen. Sie sollten doch froh sein, wenn Sie von Menschen und Organisationen jeglicher Art Unterstützung – auch finanziell und mit „Manpower“ - erfahren. Durch Ihr derzeitiges Verhalten schüren Sie nur weiterhin das Misstrauen. Eine Konsequenz hieraus hat die Stadt Drensteinfurt bereits gezogen, indem sie die Zahlungen an das Tierheim Tönnishäuschen eingestellt bzw. eingefroren hat.

Zudem möchte ich mich gegen Veröffentlichungen zum Tierheim in den letzten Tagen verwahren, dass sich die Politik hier nicht kümmert, da ich der festen Überzeugung bin, dass unter anderem die „SPD Ahlen“ und auch ich dieser Gattung von öffentlichen Vertretern angehören."

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Westhues
Vorsitzender SPD Vorhelm

 
 

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