Von frostigen Übernachtungen und historischen Höhepunkten

Kommunalpolitik

Das Bild zeigt Bernhard Daldrup (l.) und Sigmar Gabriel; Foto: Yannik Lohmann

Es war ein Besuch der Extraklasse. Ein Besuch, der die Wersestadt nur selten erreicht. Und vor allem ein Besuch, dessen Hochkarätigkeit nicht nur die üblichen Gesichter aus Politik, Verwaltung und Gewerkschaften anlockte, sondern auch zahlreiche Bürger aus privatem Interesse in die Stadthalle zog. Und das hundertfach.

Am vergangenen Dienstag, 23.07., besuchte der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel die Stadt Ahlen. Mit zehnminütiger Verspätung fuhr die Limousine des Politikers am Mittag an der Westenmauer vor. Ausgestiegen ist ein braun gebrannter, hochmotivierter SPD-Gigant.
Im Beisein des Bürgermeisters, des SPD-Bundetagskandidaten Bernhard Daldrup und anderen Vertretern der Politik trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein - mit dem gleichen Füller wie einst Johannes Rau und Hans-Jochen Vogel beim „Treffen in Ahlen" im Jahre 1985.
In der Stadthalle erzählte er von seinem flüchtigen Kontakt mit Ahlen vor etwa zehn Jahren. Im tiefsten Schneechaos habe er auf der Autobahn vor dem Ausfahrtsschild Ahlen gestanden und schließlich auch dort übernachtet. „Verzeiht mir, dass ich am nächsten Morgen keine Lust mehr hatte, in die Stadt zu fahren", so Gabriel. Vergeben und vergessen - nun war er ja da.
Der Aufhänger seiner Rede war absehbar und hätte besser nicht sein können. Es war das berühmte Treffen in Ahlen im Jahre 1985, zu dem die SPD-Spitze mit einem Sonderzug angereist war. Der Tag, an dem Johannes Rau als Kanzlerkandidat vorgestellt werden sollte. Und Gabriel stellte beim Blick auf die damalige Rede Raus fest: Die Forderungen der SPD haben sich nicht verändert. Versöhnen statt spalten.
Dass dieses Motto auch noch heute aktuell ist, betonten Gabriel und Daldrup in besonderem Maße. Und dass dieses Thema auch noch die nächsten Jahre aktuell sein soll, darum kämpfen beide seit vielen Monaten. Schließlich sind am 22. September Bundestagswahlen. Ein Politikwechsel ist geplant.
„Der Kreis Warendorf ist viel zu bunt, um schwarz zu bleiben", weiß Daldrup.
Bunt soll es vor allem mit gleichem Lohn für gleiche Arbeit werden. Mit dem Recht auf Ausbildung. Mit Ganzstagsbetreuung und Familienarbeitszeit.
Mit gerechten Steuern und Regeln für Finanzmärkte. Mit der Solidarrente und mit der Bürgerversicherung.
Die Liste ist lang. Klar ist, dass es um den Bürger gehen soll. Um das Soziale in der Gesellschaft.
Das sei vor Jahrzehnten genauso gewesen wie heute, weiß Alt-Bürgermeister und Ex-Bundestagsabgeordneter Horst Jaunich im Gespräch mit Daldrup und Gabriel am Ende der Veranstaltung.
Nun entscheidet der Bürger. Wichtig sei, dass viele Leute zur Wahl gehen und auch andere motivieren, dies zu tun, so Daldrup.
Denn: „Verwählen am Telefon ist okay, aber bitte nicht am 22. bei den Wahlen" (Daldrup).

 
 

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